Die digitale Welt wächst stetig und mit ihr nimmt auch die Bedeutung der Rolle von Virtuellen AssistentInnen zu. Doch was genau macht eigentlich eine Virtuelle Assistentin (VA) und wer braucht eine VA? In diesem Blogartikel erfährst Du alles Wichtige über die Tätigkeiten einer VA, wer diese engagiert und ob eine Selbstständigkeit als VA für Mütter geeignet ist.

Was ist eine Virtuelle Assistentin?

Eine Virtuelle Assistentin ist eine selbstständig arbeitende Dienstleisterin, die in der Regel nicht in den Räumlichkeiten ihrer Kunden arbeitet, sondern ortsunabhängig ist und somit theoretisch Kunden auf der ganzen Welt betreuen kann. Dank der modernen Technik kannst Du als VAs also problemlos von zu Hause oder von jedem anderen Ort aus arbeiten – auch vom Strand aus, sofern eine stabile Internetverbindung gewährleistet ist. Tatsächlich gibt es viele Virtuelle Assistentinnen, die inzwischen im Ausland leben und trotzdem vorrangig Kunden in Deutschland betreuen. Als Virtuelle Assistentin hast Du kein festes Gehalt, sondern stellst Deinen Kunden in der Regel monatlich Deine Dienstleistung in Rechnung. Je nach Auftragslage variiert Dein Einkommen entsprechend.

Ihren Ursprung hat die Virtuelle Assistenz allerdings – wie so oft – in den USA. Dort gibt es den Begriff der Virtuellen Assistentin bereits seit Mitte der 90er Jahre. In Deutschland wurde der Begriff vor allem durch das Buch „Die 4-Stunden-Woche“ von Timothy Ferriss populär. Seither wächst auch bei uns die Nachfrage nach VAs in den verschiedensten Bereichen.

Aufgaben einer Virtuellen Assistentin

Das mögliche Aufgabengebiet als Virtuelle Assistentin ist enorm vielfältig und hängt von den Kenntnissen und Interessen der jeweiligen VA ab. Jede VA entscheidet also selbst, welche Aufgaben sie für ihre Kunden übernehmen möchte. Die gängigsten Dienstleistungen lassen sich dabei grob drei Kategorien zuordnen: administrative Aufgaben, kreative Dienstleistungen und technische Unterstützung.

Zu den administrativen Aufgaben gehören u.a. die persönliche Assistenz, Backoffice, E-Mail-Management, Reisebuchung, Datenverwaltung und Kundensupport. VAs in diesem Bereich sollten auf jeden Fall ein gutes Organisationstalent mitbringen, da hier häufig viele unterschiedliche Aufgaben gleichzeitig jongliert werden müssen.

Unter die kreativen Dienstleistungen fallen beispielsweise das Social Media Management, Grafikdesign sowie das Schreiben von Texten, z.B. für Blogbeiträge oder Verkaufstexte. Um diese Dienstleistungen anzubieten, braucht es neben Kreativität oft auch strategische Kenntnisse. Außerdem sollte ein gutes Verständnis für die Zielgruppe des Auftraggebers vorhanden sein.

Bei der technischen Unterstützung gibt es in der Onlinewelt jede Menge Bedarf: Angefangen von der Erstellung von Websites über Suchmaschinenoptimierung (SEO) hin zu E-Mail-Marketing und Launch-Management gibt es zahlreiche Dienstleistungen, die sowohl einzeln als auch in Kombination angeboten werden können. Technisches Verständnis, mindestens gute Kenntnisse in den verschiedenen Tools und auch die Motivation sich immer wieder mit Änderungen und neuen Programmen auseinanderzusetzen müssen auf jeden Fall vorhanden sein.

Wer arbeitet mit Virtuellen Assistentinnen zusammen?

Am häufigsten werden VAs von Solopreneuren, also Einzelunternehmen sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen eingesetzt. Die Dauer der Zusammenarbeit ist dabei sehr unterschiedlich und hängt außerdem vom Aufgabengebiet der VA ab. Oft wird eine langfristige Zusammenarbeit angestrebt, jedoch werden auch Aufträge vergeben, die nur einmalig oder für einen begrenzten Zeitraum vorgesehen sind. Manchmal holen sich die Unternehmen eine VA als zusätzliche Unterstützung zu einem bestehenden Team dazu oder als Vertretung für die eigenen Assistentin. In den meisten Fällen beträgt der zeitliche Bedarf zwischen 5 und 15 Stunden pro Woche. In der Regel lohnt es sich dann nicht, jemanden für diese Aufgabe fest einzustellen. Je nach Aufgabengebiet arbeiten die Kunden ihre VAs selbst ein. Das ist immer dann der Fall, wenn die Kunden die Aufgaben zwar selbst ausführen können, aber nicht mehr die Zeit dafür haben, diese selbst zu erledigen. Insbesondere bei technischen Aufgaben kann es jedoch sein, dass die Kunden nicht über das notwendige Knowhow verfügen und sich daher von Expertinnen technische Unterstützung an Bord holen.

Ist die Virtuelle Assistenz für Mütter geeignet?

Definitiv! Ein Business als Virtuelle Assistenz ist besonders gut für Mamas geeignet, da dieses flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit bietet, von zu Hause aus bzw. auch vom Urlaubsort aus zu arbeiten. Dies erlaubt es Dir als Mutter, Deine beruflichen Fähigkeiten einzusetzen und gleichzeitig für Deine Familie da zu sein. Als Virtuelle Assistentin kannst Du Deine Arbeit an den Tagesablauf Deiner Kinder und Deiner eigenen Bedürfnisse anpassen. Wichtig ist nur, dass Du bei der Auswahl der Dienstleistungen darauf achtest, dass diese mit Deinen individuellen Anforderungen harmonisierst bzw. dass Du Deine zeitliche Verfügbarkeit klar mit Deinen Kunden kommunizierst.

Es erfordert zwar ein gutes Zeitmanagement sowie eine klare Trennung zwischen Beruf und Privatleben, aber die Vorteile wie Unabhängigkeit, Flexibilität und die Möglichkeit, ein eigenes Business aufzubauen, machen die Virtuelle Assistenz zu einer idealen Option für Mütter, die Beruf und Familie erfolgreich miteinander vereinbaren möchten.